Die Krankheitslehre

Masculum Corpus  <br />Godefridus Bidloo anno 1665
Masculum Corpus
Godefridus Bidloo anno 1665

Gefäßkrankheiten spielen in den Industriestaaten der westlichen Prägung heute eine sehr große Rolle. Das trifft auf die Krankheiten der Arterien ebenso zu wie auf die venösen Durchblutungsstörungen. Die Kenntnisse der Medizin haben sich hier in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Deshalb wurden die Innere Medizin um das spezielle Teilgebiet der Angiologie und die Chirurgie um das Teilgebiet der Gefäßchirurgie erweitert.

Eine außerordentliche Verbreitung in unserer Bevölkerung haben Beinbeschwerden. Sie betreffen nahezu jeden zweiten Patienten. Das Spektrum reicht von den geschwollenen "Reisebeinen" bis zur "Thrombose des ersten Ferientags", von der Krampfader und den Besenreisern bis zum "offenen Bein". Viele Patienten suchen deshalb den Hausarzt oder den Dermatologen auf oder sie konsultieren den Orthopäden wegen unklarer Schmerzen in der Wade. Die Lehre von den Venenkrankheiten und ihren Begleiterscheinungen ist die Phlebologie. Nahezu jeder Mensch kommt im Laufe seines Lebens damit in Berührung.

Zum Verständnis der Venenkrankheiten, ihrer Entstehung und Behandlung sind grundlegende Kenntnisse des normalen Körperbaus und seiner Funktionen, also der Anatomie und Physiologie, erforderlich. Aber auch die normalen Vorgänge bei der Blutgerinnung müssen bekannt sein.