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Am 14.September 2005 wurde unser Lehrbuch

VenenChirurgie
 
W. Hach, J. D. Gruß, V. Hach-Wunderle, M. Jünger


vom Schattauer-Verlag Stuttgart in der Öffentlichkeit vorgestellt. Es enthält 368 Seiten mit 347 Abbildungen in 528 Einzeldarstellungen und 62 Tabellen.

Das Buch fand gleich bei den ersten Interessenten eine erfreuliche Akzeptanz. Hier sollen noch einmal die Gedanken zusammen gefasst werden, die uns bei der Konzeption geleitet haben.

Auf dem Büchermarkt gibt es eine ganze Reihe von hervorragenden Werken zur Phlebologie und im speziellen zur Chirurgie und Operationslehre der Venen. Unser Buch unterscheidet sich von den meisten anderen dadurch, dass es vom ersten Buchstaben bis zum letzten Punkt aus einer Hand geschrieben ist. Das hat den Vorteil, dass der Gedankengang ungebrochen durch die vielen unterschiedlichen Teilgebiete des umfassenden Themas hindurchzieht. Dadurch erübrigen sich jeweils neue Einleitungen und Zusammenfassungen, und unterschiedliche Lehrmeinungen können nicht entstehen. Ein potentielle Nachteil könnte in der Einbuße von Kompetenzen bestehen, aber das wurde durch ein Team von drei wissenschaftlichen Mitautoren vermieden. Es gelang, Berater der höchsten Qualifikation und internationaler Anerkennung zu finden, Herrn Gruß für die große Gefäßchirurgie, Frau Hach-Wunderle für die Themen bezüglich Thrombose und Hämostaseologie und Herrn Jünger für den großen Bereich der chronischen venösen Insuffizienz.

Das Buch richtet sich an Interessenten der Venenchirurgie und ihrer Grenzgebiete, die in den verschiedensten Berufsbereichen arbeiten. Dem Universitätsprofessor mag es bei der Vorbereitung zu seinen Vorlesungen und Vorträgen dienen, dem Chirurgen bei der Auswahl seiner Operationsmethode, dem Ultraschall-Diagnostiker als Grundlage der erforderlichen präoperativen Dokumentationen und dem Arzt in der freien Praxis als Leitfaden für besondere therapeutische Entscheidungen. Dieser Anspruch leitet sich aus der Tatsache ab, dass der Autor die Entwicklung der Chirurgie, der Inneren Medizin und der diagnostischen Radiologie im entscheidenden, letzten halben Jahrhundert miterleben durfte und in den genannten Bereichen persönlich tätig war.

In dem Teil Allgemeine Venenchirurgie werden die speziellen diagnostischen Methoden einschließlich der Sonographie und Phlebographie bis hin zur Mikrozirkulation besprochen. Nach den operativen Techniken kommen die Kompressionstherapie und die postoperative Sklerosierung einschließlich der modernen Varianten wie die Schaumsklerosierung zur Sprache. In diesem Zusammenhang wird ausführlich auf die juristischen Aspekte der beruflichen Tätigkeit und auf ökonomische Belange eingegangen.

Die Spezielle Venenchirurgie beginnt mit dem großen Abschnitt Primäre Varikose. In der Diagnostik steht die Duplexsonographie ganz im Vordergrund, muss sich in ihrer Aussage jedoch an die ursprünglichen Vorgaben der Phlebographie halten. Deshalb sind von den einzelnen Krankheitsbildern die wichtigsten bildgebenden Belange in Skizzen und Beispielen gegenübergestellt. In das Wirrwar der Rezidivvarikose und den operativen Konsequenzen wird eine Ordnung gebracht. Auch die modernen intravasalen und extravasalen Verfahren finden eingehende Beschreibungen ihrer Operationstechniken.

Bei der Thrombose spielt die genaue Frühdiagnostik eine wichtige Rolle. Drei verschiedene Operationstechniken wurden ausführlich beschrieben. Im Ausland sind auch die Cava-Filtern weiterhin von Bedeutung. Die Grenzen zur konservativen Therapie der Thrombose haben wir herauszuarbeiten versucht und sind dabei ausführlich auf die Bereiche der Hämostaseologie eingegangen.

Den Chirurgen interessieren auch Spezielle thrombotische Krankheitsbilder, wie das Paget-vonSchroetter-Syndrom oder die Varikophlebitis mit transfaszialer Progression.

In dem Kapitel Postthrombotisches Syndrom sind die großen Umleitungsoperationen ebenso besprochen worden, wie die modernen Rekonstruktionsverfahren an den Venenklappen.

Ein wichtiger Bereich der Venenchirurgie bezieht sich heute auf die chronische Wunde im Rahmen der Chronischen venösen Insuffizienz. Die Operationsverfahren reichen von der Hautverpflanzung bis zur Kruralen Fasziektomie mit Vakuumversiegelung. Aber der Chirurg sollte auch den Ansprüchen einer modernen konservativen Therapie entsprechen können.

Es folgen die Kapitel über Verschiedene Krankheiten des Venensystems mit den Fehl- und Missbildungen sowie den Ödemkrankheiten.

Zuletzt soll noch auf didaktische Neuheiten in dem Buch eingegangen werden. Jede Operation wird Schritt für Schritt vorgezeichnet. Dazu gehören auch die Zugänge zu den einzelnen Gefäßen bis hinauf zur suprarenalen V. cava inferior. Die topographische Anatomie ist durch Computerskizzen reich illustriert. Notfallsituation sind im besonderen herausgestellt, ebenso beachtenswerte Umstände der verschiedensten Art. Wenn manche Ultraschallbilder schwierig zu deuten sind, dann steht eine erklärende Skizze daneben. Erstmals in einem Lehrbuch finden sich auch sonographische und phlebographische Dokumentationen nebeneinander, so dass der Diagnostiker vergleichende Informationen daraus ziehen kann. Bei einer literarischen Bearbeitung vermag der Leser unmittelbar auf die Referate von wichtigen Studien zurückzugreifen. Viele Hinweise auf die Medizingeschichte sind ausführlich kommentiert. Nicht zuletzt soll auf die Kasuistiken hingewiesen werden, in denen glücklich ausgegangene oder unglücklich Krankheitsverläufe dargestellt sind. Sicherlich, man liest sich das nur einmal im Buch durch, dafür bleibt der Sachverhalt um so eindrücklicher in Erinnerung.


Informationen werden gern erteilt: hach.frankfurt at t-online dot de
www.schattauer.de


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